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Musik, Muke, Sound???
Egal, Haptsache sie ist laut, verschwitzt und echt!

Hey Sven, willst du nicht für unsere diesjährige Page einen "Aufsatz" oder "Kolumne" über Musik schreiben?
Mmmmhhhh "Ja eh :-)" nur, WAS zur Hölle soll ich nur schreiben? Ich mein es ja nicht so, dass ich mich erst seit gestern für Musik und lautes Gitarrenspiel interessiere, dann aber Musik, oder besser gesagt Rock n Roll, in Worte zu fassen, ist dann doch eine Sache, die eigentlich nicht möglich ist!
F.............CK! Wo fang ich nur an? Im Grunde ist es ja schon nicht komplett aus den Fingern gesogen, dass Punk, Hip Hop, ja sogar Heavy Metal-Combos mit ihren Ohrenbetäubenden Kopfstimmen mittlerweile auf jedem exbeliebigen Snow, Sk8 oder FMX Movie zu Gast sind. Von dem her....
"Wiedermal ein Viiiieeeeel zu langes Intro ich weiss"
1991! Also "Moment", vor 17 Jahren, stürmte ein Quintett namens "Ugly Kid Joe" aus dem schönen California die Charts! Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade 12 Jahre alt und genoss die Unbeschwertheit und Reinheit meines zarten Alters. Ich verbrachte 5 Tage pro Woche in einem Internat in Flims, was den Vorteil mit sich brachte, dass wir im Winter JEDEN verdammten Tag die Pisten shreden durften! Von Kickern und Rails, geschweige denn von Parks hatte dazumal noch keine Sau gehört! Auf jeden Fall ging zu diesem Zeitpunkt kein einziger Tag vorbei, ohne dass ich mit meinem Walkman und meinem Ugly Kid Joe Tape aus dem Haus verschwand, beziehungsweise auf die Pisten ging und die Skifahrer hässig machte. Nur ein par Monate später wurde für mich klar, ich brauche so schnell wie möglich eine Gitarre und werde dann ein Rockstar! Das letztere hat bis heute dennoch nicht wirklich geklappt, was aber auch ganz ok ist so. Nach 4 von 5 Wochen Sommerferien, nach stundenlangem Golfbälle auf dem nahegeliegenden Golfplatz zusammensammeln, hatte ich das Geld für meine erste Fender Kopie beinahe vollständig zusammen. Leider fehlten mir dennoch steht's ungefähr 100 Franken zu meinem Glück.
Genau das brachte mich logischerweise dazu, meiner Mutter Tagelang in den Ohren zu liegen, mir doch Bitteeeeeee den Rest des Geldes beizusteuern, welches ich ihr sobald ich reich sein würde, natürlich zurück zahlen werde!
Am letzten Tag der Sommerferien erklärte sich mein liebes Mami endlich dazu bereit, mit mir in ein Musikgeschäft meines Vertrauens zu gehen, um mir die diese Gitarre zu kaufen. YEAH! Was jedoch mit sich brachte, mir jegliche Motivation im Bezug auf schulische Leistungen zu nehmen, welches mir zu diesem Zeitpunkt aber eh völlig egal war, da ich ja sowieso Rockstar werde!!!
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wallworks words
1996, sprich 5 Jahre später, gründeten zwei meiner besten Freunde und ich unsere erste Punkband. Wir spielten uns fast täglich unseren Allerwertesten ab. Schon ein paar wenige Monate später spielten wir dann unser erstes "richtiges" Konzert, und waren wahrscheinlich ungefähr so nervös wie eine zu werdende Mutter kurz vor ihrer Entbindung. In diesem Moment wurde mir WIEDER klar, ich werde ein Rockstar!
Ich meinen Augen ist Musik zu machen wirklich eines der coolsten und geilsten Dinge, die es auf unserem Planeten überhaupt nur gibt! Man hängt mit seinen Freunden ab, ist auf Tour und lernt auf schönste Weise "wenn auch nicht immer" verschiedene Länder kennen, und ist fast jeden Abend besoffen. Man schläft in heruntergekommenen und vollgeschissenen Häusern, sitzt stundenlang in einem Auto, ernährt sich von" Reis mit Scheiss" oder Dreiecksandwiches an französischen Raststätten, oder fängt Streit mit einem viel zu klein geratenen, aber exrem furchteinflössendem und überintelligenten Grenzpolizisten an. Genau diese Dinge schweissen Freundschaften oder Bands regelrecht zusammen, und macht sie beinahe unzerstörbar. Es ist sicherlich nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen! Es kommt durchaus vor, dass sich von Zeit zu Zeit immer wieder eine Art Routine einschleicht, was ich aber nicht im Bezug auf die Musik beziehe, sondern mehr im Umgang mit seinen Bandhomies; Irgendwann hat man fast alles gehört und gesehen was der andere an Jokes und Moves zu bieten hat, dann gibt es halt immer wieder mal Meinungsverschiedenheiten, die sich durchaus zu einem grösseren Streit entwickeln können.
Beispiel:
Wer sorgt im Bandmobil für die Musikunterhaltung?
Wer schläft im Bett und wer auf dem Boden?
Wer hat einem die Lady ausgespannt, die er schon stundenlang vor dem Konzert angepeilt hat?
Wer hat den ganzen Käse der schön angerichteten Cateringplatte schon vor dem Soundcheck komplett weggehauen?
Wer hat die letzte Zigarette geraucht?
Und welcher Idiot hat das letzte Bier getrunken?
U.S.W......
Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass ich mich in fast allen der oben aufgelisteten Beispiele als schuldig bekennen muss.
Wie auch immer. Wie schon erwähnt, gibt es in meinen Augen definitiv kein schöneres Gefühl als genau diese Songs, die man monatelang im Bandraum geschrieben und geprobt hat, auf einer Bühne, mit viel Schweiss, seinen besten Freunden, geblendet von Scheinwerfern und einer so unbeschreiblichen Energie zu präsentieren!
Thanx für's zuhören und Piss bald.
Sven Wallwork.
P.S. Do never trust a musician who doesn't sweat
Im Mediacenter findest du noch die Bilder und die Töne!!
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